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Tala und die vergessenen Tore von Maria Hermann – Rezension

Tala und die vergessenen Tore“ Maria Hermann

BoD Verlag – 2019 – Fantasy – 1 Band einer Trilogie – Hardcover 20,00€ – 385 Seiten – Spoilerfrei!
💜💜💜💜💜+💜

Eine spannende, fantastische, atmosphärische und tiefgründige Reise – mit Tala – durch die Erdenwelt und Nydamia“

Worum es in der Geschichte geht:

Zu viel Wissen ist nicht gut. Wissen austauschen ist schon gar nicht erlaubt. Und die Überwachung aller Gedanken durch eine geheime Organisation ist an der Tagesordnung. Die Menschen in der Erdenwelt leben wie Sklaven und es ist ihnen noch nicht einmal bewusst.

Doch ein paar darunter haben es durchschaut und haben sich zu einer Rebellenorganisation – der Sannleikur – gruppiert. Sie haben sich in eine andere Welt – die Eiswelt – zurück gezogen, um sich selbst, ihr Wissen und ihre Gedanken vor dem „Argus Auge“ zu schützen.

In den Kampf zwischen den Anhängern des „Auges“ und den Rebellen stolpert die kleine 11 jährige Tala, die – obwohl sie es nicht weiß – eine bedeutende Rolle zwischen Gut und Böse spielen wird. Denn beide Parteien wollen nur Eines: Ein uraltes Artefakt finden mit dem sie die Tore der Vielwelten öffnen können.

Mein erster Eindruck zum Buch:

Das Cover ist sehr schön und eher schlicht gehalten, es hat mich aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen angezogen.

Es passt ganz wunderbar zum Inhalt des Buches. Im Inneren findet sich eine Karte von Nydamia, die ich sehr hilfreich fand, um einen Überblick über diese tolle Welt zu bekommen, am Ende des Buches sind ein Namen – und Personenregister, ein Wortregister und die Zeitrechnung der Erdenwelt angehängt, auch das fand ich sehr hilfreich, wenn ich etwas genauer nach lesen wollte.

Der Klappentext ist meiner Meinung nach viel zu Bescheiden gehalten, denn auf diesen 385 Seiten erwartet einem so viel mehr, als nur die Geschichte eines 11 jährigen Mädchens, was mich gleich zum nächsten Punkt bringt: Das ist keine reine Kindergeschichte, nur weil die Protagonistin erst 11 ist. Natürlich ist sie auch zum Vorlesen oder gemeinsam lesen geeignet, aber auch jeder Erwachsene wird sie mit reißend finden.

Schreibstil und Lesefluß

Die Geschichte wird erzählt. Was mir in diesem Fall sehr gut gefallen hat. Man bekommt Einblick in verschiedene Perspektiven und kann sich so das große Ganze sehr gut vorstellen.

Maria Hermann schreibt lebendig, mitreißend, anschaulich und bildgewaltig. Sie hat ein extrem gutes Händchen dafür ihre Protagonisten zum Leben zu erwecken. Sie transportiert mit ihrem Schreibstil vor allem auch Gefühle und eine Atmosphäre, die sich ganz schwer in Worte fallen lässt, ich würde es – trotz der spannende Ereignisse – als eine innere Ruhe bezeichnen, die einem währen des Lesens einhüllt und entführt.

Ich bin quasi durch die Seiten geflogen, so herrlich liest sich dieses Buch.

Der einzige Wermutstropfen sind die langen Kapitel, aber das ist Ansichtssache der eine mag es der andere nicht 🙂

Zur Geschichte:

Ich fange mal mit der super durchdachten und anschaulich beschriebenen Fantasiewelt an: Sie ist detailliert, wahnsinnig fantasiereich, bildgewaltig und sehr atmosphärisch. Besonders Nydamia hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Alles beginnt mit einem Prolog, der mir direkt gut gefallen hat und von da an war ich versunken inder Geschichte, der Welt und habe all die tollen Charaktere lieb gewonnen.

In der Story steckt viel mehr als ich erwartet hatte. Sie ist interessant, super recherchiert und bis ins kleinste Detail durchdacht.

Was mir sehr gut gefallen hat war die Generationen übergreifende Freundschaft zwischen der kleinen Tala, dem jungen Janus und dem alten Themistos, das war so zauberhaft zu lesen.

Nydamia war so fantastisch beschrieben, dass ich das Gefühl hatte ich sei dort. Was die kleine Tala und ihre Freunde erleben und wofür sie kämpfen ist spannend, mitreißen, emotional packen und hat Tiefgang. Es kommen immer wieder Fragen auf, andere werden beantwortet und neue Geheimnisse tun sich auf, so dass man immer weiter lesen möchte.

Das Ende von Band I ist fesselnd, aufschlussreich und auch traurig, es macht auf jeden All Lust darauf sofort den zweiten Band zu lesen.

Charaktere:

Ich kann gar nicht auf jeden einzelnen Protagonisten eingehen, denn diese Seiten sind voller sympathischer Charaktere und jede/r ist auf seine Art ganz speziell.

Maria Hermann hat bei ihren Figuren an alles gedacht, es fiel mir so leicht sie zu mögen und mich auf dieser Reise mit ihnen zu freuen, zu leiden, zu ängstigen und vieles mehr. Wie schon geschrieben hat sie ein Händchen dafür lebendig zu beschreiben und das ist ihr auch mit Tala und ihren menschlichen und tierischen Freunden gelungen.

Meine Meinung:

Die Story birgt so viel mehr als der Klappentext vermuten lässt. Obwohl Tala erst 11 ist , würde ich es nicht als Kinderbuch sondern als All Age Fantasy bezeichnen. Es ist eine Geschichte für Groß und Klein und lädt dazu ein einfach mal abzuschalten und sich auf eine fantastische Reise durch die Erdenwelt und Nydamia zu begeben. Ich bin absolut, mega begeistert von dieser Geschichte. Zuerst einmal weil ich so etwas tiefgründiges und komplexes gar nicht erwarte hätte und dann weil ich mich so entführt gefühlt habe. Abschalten und abtauchen ist hier garantiert. Es ist ein spannendes, mitreißendes, emotionales und atmosphärisches Leseerlebnis.

Die Geschichte ist mit viel Liebe zum Detail ausgedacht. Der wahnsinnig tolle, lebendige Schreibstil gibt einem das Gefühl mittendrin statt nur dabei zu sein und die Charaktere muss man einfach mögen.

Fantasy meets Wissenschaft. Ich finde dieses Buch muss man als Fantasyfan gelesen haben. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil von Tala’s Reise.

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