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Drachenlachen – Flammen und Fauchen Anthologie

Drachenlachen – Flammen und Fauchen“ Anthologie
Machandel Verlag – März 2020 – Fantasy – Einzelband – Taschenbuch – 303 Seiten – 12,90€ – Autoren: Meana Finnegan, Gundel Steigenberger, Mira Lindorm, Markus Heitkamp, Annika Thomasen, Miriam Rieger, Izzy O´Brian, Topaz Hauyn, Katja Rocker, Barbara Schinko, Angelika Diem –
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Vielen Dank an Angelika Diem für das Rezensionsexemplar

Untypische, kreative und fantasievolle Drachengeschichten, die mich super unterhalten haben.“

Die einzige Anthologie, die ich jemals gelesen habe waren Grimm’s Märchen, umso neugieriger war ich auf „Drachenlachen – Flammen und Fauchen“. Das Cover hat mir so gut gefallen und der Klappentext verspricht untypische Drachengeschichten und so war es auch. Ich wurde von kreativen, fantasievollen Geschichten sehr gut unterhalten und konnte neue AutoreInnen für mich entdecken, von denen ich gerne noch mehr lesen möchte.

Zu den Geschichten:

Vor jeder Erzählung wird kurz der/die jeweilige AutorIn vorgestellt bevor es dann losgeht. Auf diesen 303 Seiten, die in 12 Geschichten – für Erwachsene – eingeteilt sind, finden sich ganz unterschiedliche, kreative und fantasievolle Drachengeschichten, manche zum schmunzeln, andere regen zum nachdenken an und wieder andere haben mich regelrecht in ihre Welt gezogen.

Von Zwergen über Vampire bis hin zu Elben ist so ziemlich jedes Fantasiewesen vertreten. Die Geschichtensammlung vereint Urban Fantasie, mit High Fantasie, Märchenelementen und ganz neu erdachten Welten.

Schreibstil und Lesefluß

Der überwiegende Teil der Erzählungen ist in einem lebendigen, anschaulichen, flüssig zu lesenden Schreibstil geschrieben, so dass es mir sehr leicht viel mir das Geschehen sehr gut vorstellen zu können.

Alle Geschichten waren gut durchdacht und umgesetzt, die einen komplexer, die anderen weniger, aber grundsätzlich mit einem roten Faden durchzogen und – bis auf eine, die ich nicht verstanden habe – nicht verwirrend.

Bei den längeren Geschichten fiel es mir leichter mich „hineinfallen“ zu lassen, aber auch die Kürzeren waren so aufgebaut, dass ich sofort verstand worum es geht.

Meine Meinung:

Drachenlachen – Flammen und Fauchen“ hat mir gut gefallen und von einigen AutorInnen möchte ich gerne noch mehr lesen.

Es war interessant mehrere Geschichten von verschiedenen AutorInnen zu lesen, denn die Ansatzpunkte und die Art von Fantasie waren sehr unterschiedlich. Die vielen verschiedenen Settings, Ideen, Charaktere und die Umsetzung machen dieses Buch sehr abwechslungsreich. Nicht jeder der Erzählungen konnte mich zu 100% überzeugen, aber sehr gut unterhalten. Es findet sich sehr viel Kreativität und Fantasie auf diesen 303 Seiten, die zudem mit schönen Illustrationen untermalt sind.

Besonders gut hat mir die vielen unterschiedlichen Fantasiewesen gefallen und das von Urban Fantasie, über High Fantasie, Märchenelemente und ganz neu erdachte Welten alles vertreten war.

Bei manchen Geschichten viel mir der Einstieg sehr leicht und ich war gleich im Geschehen drin, bei anderen hat es leider nicht auf Anhieb geklappt und ich brauchte kurz, um einen Überblick zu bekommen. Generell habe ich mir mit den längeren Erzählungen leichter getan, als mit den Kürzeren.

Schön fand ich auch das die AutorInnen vorgestellt wurden, ganz kurz, damit ich einen Eindruck bekommen konnte wer denn gerade erzählt.

Am besten haben mir diese Geschichten gefallen:

  • Auch Drachen müssen schlafen – Markus Heitkamp

  • Seerosenteich statt Königreich – Miriam Rieger

  • Menschliche Architekten – Topaz Hauyn

  • Drei für die Drachen – Barbara Schinko

  • Die Eroberung – Angelika Diem

Diese sechs Geschichten haben gemeinsam, dass mir die Idee + die Umsetzung extrem gut gefallen hat.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht und der Schreibstil hat mich begeistert. Zudem konnte ich sofort eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und sie haben mich interessierter.

In ihrer ganzen Art waren sie lebendig und anschaulich erzählt, haben mich geradezu dazu eingeladen abzuschalten und abzutauchen.

An dieser Stelle möchte ich jetzt noch etwas konkreter auf die Geschichte von Angelika Diem eingehen, da sie mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Die Eroberung“

Der Einstieg in die Geschichte von Antrachumarte – Herr über die Legionen der Finsternis – war ganz kurz zu Anfang etwas verwirrend, weil es mitten im Geschehen beginnt, mir ein bisschen die Hintergrundinformationen fehlten, warum er angegriffen wird und ich mich orientieren musste.

Die anfängliche Verwirrung hat sich sehr schnelle gelegt und dann konnte ich mich in die kreative, fantasievolle, lebendige Erzählung fallen lassen. Im Laufe der Geschichte wird klar was denn die Elben, die Menschen und viele andere Fantasiewesen gegen ihn haben und warum.

Obwohl die Erzählung nicht sehr lange ist, ist sie komplex, gut durchdacht und die nötigen Informationen fliesen nach und nach ein, so dass ich mir ein gutes Gesamtbild machen und die Geschichte mich fesseln konnte.

Die ausgedachte Welt hat mir sehr gut gefallen, die Atmosphäre der Burg und auch der Reise, die dann unternommen wird wurde sehr gut transportiert.

Das wiederum ist dem lebendigen, anschaulichen und detaillierten Schreibstil Angelika Diems geschuldet, die eine ganz besondere Art hat ihren Leser zu fesseln.

Die Charaktere waren sehr gut durchdacht, lebendig und greifbar, besonders in der Interaktion untereinander kam ein Gefühl bei mir auf dabei zu sein und alles mit zu erleben.

Witzig fand ich vor allem auch die Ironie, die sich das Schicksal für Antrachumarte ausgedacht hatte und ich bin gespannt – falls es eine Fortsetzung gibt – wie er sich noch entwickeln wird und ob er es schafft sich aus seiner jetzigen Gestalt zu befreien.

Mein Fazit:

Die Eroberung“ war eine sehr lebendige, schöne und auch witzige Geschichte bei der ich das Gefühl hatte mittendrin zu sein und die gerne mehr als 70 Seiten lang hätte sein dürfen.

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