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Die Tänzerin am Abgrund von Brandon Sanderson ein Sturmlicht Chroniken Spinn Off – Buchrezension

Buchrezension
Die
Tänzerin am Abgrund“ Brandon Sanderson
ein
Sturmlicht Chroniken Spin Off
Heyne
Verlag – 12/2019 – Fantasy – Übersetzung: Michael Siefener –
Taschenbuch 12,99€- 222 Seiten 
(Enthält
Spoiler auf die Sturmlicht Chroniken, spielt zwischen Band 5 und 6)



Vielen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexamplar


💜💜💜💜💜
Lift
hat mich mit ihrem großen Herzen und ihrer herrlich witzigen,
eigensinnigen und unbekümmerten Art völlig für sich gewonnen“
Worum
es in der Geschichte geht:
Lift ist ca. 12 oder 13
Jahre alt und etwas ganz besonderes, denn sie ist „Großartig“,
aber „Großartig“ zu sein bringt sie in Gefahr.
Finsternis“ – wie
sie ihn nennt – trachtet ihr nach dem Leben, viele andere Wesen ihrer
Art hat er schon getötet, nun hat er es auf sie abgesehen.
Lift ist clever und
mutig und heftet sich in Yeddaw an „Finsternis“ Fersen, um
herauszufinden warum er ihre „Art“ tötet. Aber in Yeddaw
befindet sich noch eine andere Person die „Großartig“ ist und
Lift hat sich in den Kopf gesetzt auch diese vor dem Tod zu retten.
Während ein Katz und
Maus Spiel beginnt und Lift die ihr unbekannte Stadt mit all ihren
Eigenarten erkundet zieht ein großer Sturm auf und Lift läuft die
Zeit davon, um die Person zu finden die sie retten will.
Mein
erster Eindruck zum Buch:
Das Cover ist
wunderschön, ich war sofort Feuer und Flamme dafür, es passt
wunderbar zur Geschichte. Der Klappentext – der nicht wie üblich
auf der Rückseite sondern im Inneren des Buches zu finden ist –
hat mich neugierig auf Lifts Geschichte gemacht. Hier erfährt man
kurz wer Lift ist und was der folgenden Geschichte vorausgegangen ist
das hat mir sehr gut gefallen und ist auch ein Grund warum ich das
Buch lesen wollte.
Das Buch ist mit einer
Karte von Roschar ausgestattet und am Ende findet sich eine kurze
Einweisung in den Kosmeer von Roschar, beides fand ich sehr
hilfreich, weil ich die Sturmlicht Chroniken noch nicht gelesen habe.
Ich möchte hier gleich
anmerken – für alle die sie auch noch nicht kennen – das meiner
Meinung nach „Die Tänzerin am Abgrund“ völlig unabhängig davon
gelesen werden kann, weil die Geschichte sich im Kern um die Figur
Lift dreht.
Laut Brandon Sanderson
hatte Lift bisher kleinere Auftritt in den SLC und soll in den
Folgebänden mehr in den Mittelpunkt rücken, dafür war es ihm
wichtig sie dem Leser näher zu bringen. Das ist ihm im übrigen sehr
gut gelungen.
Schreibstil
und Lesefluß
Der Schreibstil hat mir
so gut gefallen er ist lebendig, locker und humorvoll. Brandon
Sanderson hat eine ganz besondere Art seinen Leser in eine Welt zu
entführen, die man sich selbst erschließen muss. Einmal angefangen
zu lesen konnte ich kaum noch das Buch beiseite legen, weil er mit so
einer Selbstverständlichkeit Umgebung, Atmosphäre, Charaktere und
seine Welt beschreibt.

Zur
Geschichte:
Die
Geschichte wird von einem Erzähler aus Lifts Perspektive erzählt
und beginnt als Lift aus Azir und ihren Annehmlichkeiten dort
„flüchtet“. Schon die ersten Seiten haben mich total begeistert,
weil hier schon ein klein wenig von der toll ausgedachten Welt und
dem Gespann Lift und Wyndel vermittelt wird.
Roschar
war etwas ganz neues für mich. Es gab so vieles zu entdecken. Die
Welt, ihre Wesen und ihre Eigenarten erschließen sich Stück für
Stück. Der Leser wird gefordert die Welt selbst zu entdecken, zu
kombinieren und zu Schlußfolgern. Rein gar nichts wird auf einem
„Silbertablett“ serviert. Das hat mir super gut gefallen.
Lifts
Geschichte und vor allem Lift selbst sind so toll und auch witzig zu
lesen. Im Laufe der Ereignisse lernt man sie beser keinen und
versteht ihre Beweggründe für so manche Entscheidung die sie
trifft.
Lift
und ihr Begleiter Wyndel sind ein unterhaltsames Paar, ich musste
sehr oft über die Dialoge lachen.
Die
Erzählung hat ihren ganz eigenen sanften Spannungsbogen, der in
einem Showdown endet, mit dem ich persönlich nicht gerechnet hatte.
Was
mir am Ende etwas gefehlt hat war das „Warum“, warum werden Wesen
wie Lift gejagt und getötet? Aber das könnte natürlich auch noch
in Folgebänden aufgelöst werden.
Die
Charaktere:
Lift
habe ich sofort in mein Herz geschlossen und möchte noch viel, viel
mehr von ihr lesen.
Ihre
unbekümmerte. Witzige, eigensinnige Art und ihre ganz eigene Logik
sind so wundervoll. Ein bisschen erinnert sich mich an Pipi
Langstrumpf, die mochte ich auch so gerne.
Sie
ist in der Tat großartig und ist auch so bei mir angekommen. 100%
lebendig und echt, sie lebt im Jetzt und handelt auch so und trotz
ihrer unbekümmerten Art hat sie doch auch Fragen ans Leben und sucht
ihren Platz und ihre Bestimmung.
Zusammen
mit Wyndel – ihrem Sprengsel – bilden sie das unterhaltsamste Duo
das ich seit langem gelesen habe.
Wyndel
– ein Bringer der Leere – seinerseits bodenständig und
durchdacht hat sein Päckchen mit Lift zu tragen, denn er versucht
immer wieder – erfolglos – sie dazu zu animieren doch etwas
überlegter – Erwachsener – vorzugehen. Die Chemie zwischen den
Beiden stimmt, dass ist ganz deutlich zu spüren.
Meine
Meinung:
Lift
hat mich mit ihrem großen Herzen und ihrer herrlich witzigen,
eigensinnigen und unbekümmerten Art völlig für sich gewonnen“
Die
Geschichte ist wunderschön, fesselnd, humorvoll und unterhaltsam.
Brandon Sanderson Schreibstil hat mich völlig eintauchen lassen in
Lifts Welt, ihre Ansichten, Fragen und Beweggründe. Eine Welt mit
solch einer Eigendynamik und wunderlichen Symbiosen habe ich bisher
noch nicht kennen gelernt und will jetzt noch mehr darüber erfahren.
Lift und Wyndel sind mein neues Lieblingsduo – was musste ich
lachen, ich hätte noch etliche mehr Dialoge der beiden lesen können
und wäre ihrer nicht müde geworden. Die Welt und die Charaktere
sind etwas ganz besonderes und auch wenn man die Sturmlicht Chroniken
nicht gelesen hat bin ich der Meinung, dass es dank Brandon
Sandersons Ausführungen kein Problem darstellt diese Geschichte zu
verstehen, zu mögen und sie – wie ich – zu genießen.

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