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Die Kinder des Namenlosen von Brandon Sanderson

Die Kinder des Namenlosen“ von Brandon Sanderson

Heyne Verlag – April 2020 – Fantasy – Band 1 der The Gathering Reihe – Originaltitel: Children of the Nameless – Übersetzung: Christiansen & Christiansen – Taschenbuch – 269 Seiten – 12,99€ – Rezensionsexemplar

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Vielen Dank an Bloggerportal.de für das Rezensionsexemplar

Eine spannende, dunkle und bedrohliche Welt, voller düsterer Kreaturen und klasse Protagonisten.“

Mein erster Eindruck zum Buch:

Das Cover ist geheimnisvoll und magisch und hat mir sofort gefallen, der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte. Ich habe mich total auf dieses Buch gefreut, weil ich schon von Brandon Sanderson’s „Tänzerin am Abgrund“ so begeistert war. Nun war ich darauf gespannt in welche Welt er mich diesmal entführen würde und ich wurde nicht enttäuscht.

Worum es in der Geschichte geht:

Tacenda lebt in einem kleinen Dorf in den Anfurten, durch einen Fluch ist sie am Tag blind und in der Nacht kann sie sehen. Ihr Fluch ist zugleich auch ein Segen, denn wenn Tacenda bei Nacht singt hält sie all die Monster der Sümpfe davon ab die Menschen im Dorf zu attackieren.

Doch eines Tages ändert sich alles. Zuerst werden ihre Eltern und dann ihre Schwester, von fürchterlichen Geistern, ermordet. Als dann eines Abends ihr Dorf von diesen „Wisperern“ überfallen wird, die jeden bis auf die letzte Seele töten und auch Tacenda’s Gesang nicht ausreicht, um die Menschen zu beschützen fasst sie einen Entschluss.

Als einzige Überlebende macht sie sich auf, um den vermeintlichen Täter, den Herrn des Herrenhauses, zu töten,um alle die ihr lieb waren zu rächen. Doch es kommt anders als sie sich das vorgestellt hat und ehe sie es sich versieht ist sie mit dem scheinbaren Mörder und seinen Dämonen auf einer gefährlichen Mission, um das Verbrechen an ihrem Dorf aufzuklären.

Schreibstil und Lesefluss

Ich bin ein Fan von Brandon Sanderson’s Schreibstil. Er ist lebendig, anschaulich, wortgewandt, voller Fantasie und herrlich zu lesen.

Ganz besonders die witzigen Dialoge mochte ich und seine Veranschaulichung durch Metaphern.

Er hat dieses gewisse Etwas um die Umgebung, Atmosphäre und Charaktere zum leben zu erwecken und einem so zu sagen in seine Geschichte hineinzuziehen und bis zum Schluss nicht mehr loszulassen.

Der Sprachstil war jeder seiner Protagonisten angepasst, das fand ich klasse und hat alles sehr gut abgerundet und die Charaktere unterstrichen.

Zur Geschichte:

Brandon Sanderson ist bekannt dafür einem seine Welt nicht vor die Füße zu legen, sondern seinen Leser an die Hand zu nehmen und in Zeile für Zeile hineinzuführen, bis sich am Schluss eine fantastische, kreative Welt ergibt. So auch hier. Das Multiversum ist neu und „Die Kinder der Namenlosen“ spielt in einer der vielen Welten, in Innistrad. Diese Welt ist düster und gefährlich, voller sonderbarer Kreaturen. Und das Dorf Verlasen scheint eine Magnet für die Monster des Sumpfes zu sein.

Die Geschichte wird von einem Erzähler aus Tacenda’s und Davriel’s Perspektive erzählt und nimmt gleich zu Anfang eine Wendung, die ich nicht erwartet hatte.

Die Handlung spielt sich in einer einzigen Nacht ab und ist geheimnisvoll und voller Rätsel, die nach und nach aufgelöst werden, um dann wieder neue Fragen und Rätseln aufzuwerfen.

Die witzigen Dialoge und eine Brise Humor lockern die spürbar düstere Atmosphäre auf.

Die Story ist von Anfang bis Ende sehr fantasiereich und bestens durchdacht, nichts ist wie es scheint. Teilweise ist es gruselig, Actionszenen gibt es auch ein paar genauso wie auch traurige Momente. Das Ende war spannend und fesselnd, das Thema in sich abgeschlossen und trotzdem lässt es genug Raum für Folgebände.

Die Charaktere:

Die Charaktere waren – wie immer – super ausgearbeitet und lebendig beschrieben.

Davriel, der Herr des Herrenhauses, ist im Grunde keine nette Person, er ist trocken, arrogant, überheblich, exzentrisch, total oberflächlich und egoistisch. Also niemand den man mögen müsste und dennoch hat er einen gewissen Witz und Charme, manchmal kam er mir auch wie ein verwöhntes kleines Kind vor und ehe ich es mich versah mochte ich ihn.

Genauso ging es mir auch mit seinem Gefolge, den Dämonen Knirschgnar, Fräulein Hochwasser und Brerig, die in ihrem Wesen dunkel und böse sind, aber durch ihre unverwechselbaren, menschlichen Züge es geschafft haben das ich sie mag und teilweise sogar sehr witzig fand.

Tacenda ging bei diesen starken Charakteren leider ein wenig unter. Sie ist mutig und taff und ich mochte sie, aber sie hat mich nicht wirklich interessiert. Vielleicht erscheint sie nochmal in den Folgebänden und kann mich noch für sich gewinnen.

Meine Meinung:

Die Kinder des Namenlosen“ hat mich durch und durch begeistert. Ich mochte das düstere Setting und die fantasievollen Kreaturen darin.

Es hat mir Spaß gemacht die neue Welt zu entdecken und darin auf die unterschiedlichsten Wesen zu treffen – Dämonen, Geister, Dämonenjäger, Engel, Magie. Das hatte ein bisschen was von Supernatural.

Mit seinem lebendigen und anschaulichen Schreibstil konnte mich Brandon Sanderson wieder absolut für sich gewinnen, ich konnte mir alles sehr genau vorstellen und die düstere, bedrohliche Atmosphäre geradezu spüren.

Die Story war super durchdacht und erzählt, nichts ist wie es scheint. Die Geschichte ist düster, gefährlich und spannend. Die witzigen Dialoge und die Brise Humor machen es zu einem herrlichen Lesevergnügen. Tacenda und Davriel sind ein sehr ungleiches Paar mit unterschiedlichen Beweggründen, und haben doch das selbe Ziel, auf ihrem Weg ergänzen sie sich super.

Auch die Nebencharaktere, die Dämonen Knirschgnar, Fräulein Hochwasser und Brerig, haben mir sehr gut gefallen und mich einige male zum schmunzeln gebracht.

Das Ende ist fesselnd und rasant und schließt diese Erzählung in sich ab. Wobei aber noch viel Raum für die Folgebände bleibt. Ich bin gespannt wie es im Multiversum weiter geht und bleibe auf jeden Fall an dieser Reihe dran.

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